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Jürgen Thorbeck zur See

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SV 03: Reiseberichte

SY Penelope 19. Juli 2018

Skyros, 19. Juli 2018

b_300_200_16777215_00_images_picture_fahrtensegeln_Penelope-07_1.jpgYassas,
seit Mitte Juni sind wir in Griechenland. Hat man die griechische Gastlandsflagge oben bedeutet das auch vor Buganker mit Heck zur Pier anzulegen und das heißt: Hafenkino. Wenn Anker über Kreuz liegen und von anderen aufgeholt werden, driftet manchmal ein Boot ziemlich nah am Bug anderer entlang, das Geschrei ist dann meist groß und keiner geizt mit Tipps und Kommentaren. Die ersten vier Wochen waren wir zum Glück nur Zuschauer und das war auch gut so, denn Eric ist der einzige hier, der den Anker mit Muskelkraft hochholt.

Wegen der anfangs wechselhaften Wetterlage (Windrichtungswechsel und Gewitter) sind wir nicht außen um den Peleponnes rum, sondern durch den Golf von Patras und Korinth. In diesem schönen Segelrevier hat uns besonders der Hafen von Nafpaktos gefallen.

 

In Korinth besuchten wir die Ausgrabungsstätte des antiken Korinth. Dann ging es durch den Kanal von Korinth mit seinen steilen, hohen Wänden.

b_300_200_16777215_00_images_picture_fahrtensegeln_Penelope-07_2.jpgb_300_200_16777215_00_images_picture_fahrtensegeln_Penelope-07_3.jpg

 

b_300_194_16777215_00_images_picture_fahrtensegeln_Penelope-07_4.jpgAuf der Insel Aigina, kurz vor Athen, machten wir Inselerkundungen mit Motorscooter und schafften es gerade noch so in ein Restaurant zu kommen, bevor der stärkste Regenguss niederging, den wir hier erlebt haben. Alle Ladenbesitzer hatten mächtig zu tun, um die Wassermassen aus ihren Geschäften zu schieben und kaum war das geschafft, schien die Sonne wieder!

Weiter ging es über die Kykladeninsel Kea in Etappen nach Khalkis. Die Stadt Khalkis liegt an einer nur 30 m breiten Meerenge zwischen griechischem Festland und er Insel Eubea. Dort gibt es so erhebliche Tidenströme, dass wir zur Mittagszeit beobachten konnten, wie Wildwasserkajak trainiert wurde. Nur einmal am Tag wird die Brücke bei Stillwasser geöffnet: wir passierten die Brücke um 00.00 Uhr und legten uns in einer Bucht vor Anker.

Wir besuchten weitere schöne Ankerbuchten und kleinere Häfen wie Limni sowie Orei, die überwiegend von griechischen Touristen besucht werden. Jetzt waren es nur noch 30 sm von unserem Törnziel, den nördlichen Sporaden, das sind vor allem die Inseln Skiathos, Skopelos und Alonnisos. Skopellos ist eine hügelige Insel mit herrlich schattigen, duftenden Pinienwäldern, die uns landschaftlich besonders gut gefallen hat.

Schon in Berlin hatten wir verabredet, uns mit Sabine und Joachim Parpat zu treffen, die ja schon seit einigen Jahren das Mittelmeer bereisen. Schließlich trafen wir uns in einer Ankerbucht und bildeten ein SV03-Päckchen.

 

b_300_225_16777215_00_images_picture_fahrtensegeln_Penelope-07_5.jpgDie nächsten Tage verbrachten wir gemeinsam auf der Insel Alonnisos mit plantschen, quatschen, fachsimpeln, Essen gehen und guckten neben vielen französischen Seglern das WM-Endspiel.

Diese gemeinsame Zeit war sehr schön, doch nun hieß es Abschied nehmen, denn wir haben Termine.

Beim Ablegen hat es uns erstmalig auch erwischt – ein anderer Segler hatte seinen Anker in unsere Kette eingehakt. Da kam Eric ganz schön ins schwitzen und das auch noch unter den kritischen Blicken von Sabine und Joachim! Dafür wurden wir aber belohnt mit einer 35 sm-Rauschefahrt nach Skyros mit ausgebaumter Genua und 4 – 5 Bft von achtern.
Hier liegen wir in Linaria, einem zur Marina ausgebauten Hafen, mit extrem nettem Hafenmeister, An- und Ablegeassistenz, Duschen und Waschmaschine (in Griechenland selten) und weiteren, teilweise ausgefallenen Serviceleistungen.

 

 

Unsere Töchter Josefine und Nele kommen in den nächsten Tagen nach Andros (Kykladen), ca. 50 sm südöstlich gelegen. Zu viert werden wir dann noch eine dreiwöchige Tour durch die Kykladen machen. Damit wird dann leider unser Langzeiturlaub (schon) enden.

Bis bald in Berlin
Eric und Ina
 

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