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SV 03: Reiseberichte

SY Penelope (15. Mai 2018)

Hallo ihr Lieben,

nun sind wir bereits vier Wochen im Mittelmeer unterwegs. Zur Zeit liegen wir im Hafen von Bonifacio direkt unterhalb der alten Zitadelle bei West 6 +. Ja, auch im Süden kann man eingeweht werden!

 Der Transport per Tieflader von Werder nach Marseille hat super geklappt, das Zuwasserlassen einer solch kleinen Yacht war für das Hafenpersonal ein Klacks. Der Travellift hätte noch 75 Tonnen mehr geschafft. Wir sind dann zwei Wochen bei schönstem Wetter und durchschnittlich 3 Bft, immer aus der richtigen Richtung, ostwärts gefahren. Die Calanque Pot Mio bei Cassis, die Ile des Embiez, Porquerolles, Port Cros und Cavalaire-sur-mer waren unsere Ziele. Einige Tage haben wir in geschützten Buchten ankern können. In den Häfen war stets ein Plätzchen frei – der Nebensaison sei Dank. Auch wer gerne wandert, wie wir, kommt in Südfrankreich im Frühjahr voll auf seine Kosten.

Der Wetterbericht verkündete bald Starkwind, also noch vorher fix nach Korsika! Dass dann die ganze Nacht Flaute herrschte und die Maschine lief, war dann aber auch nicht so toll. Ein leuchtender Vollmond und einige Delfine sowie auf den letzten 30 Meilen zwei Schwalben, die sich auf der Penelope ausruhten, entschädigten dann aber etwas. Bei der morgendlichen Ansteuerung von Calvi erwartete uns dicker Nebel. Dank GPS und exaktem Kartenmaterial schlichen wir uns trotzdem in den Hafen hinein. Es folgten Ausflüge mit dem Mietwagen, zu Fuß und mit der Schmalspurbahn.

Nach vier Tagen juckt es dem Segler wieder – also weiter gen Süden. Immer schön raumschots oder platt vor dem Laken segelnd, bei insgesamt moderatem Seegang, steuerten wir Cargese und dann die Hauptstadt Korsikas, Ajaccio, an. Links immer die traumhafte Küste. Den Beinamen "ein Gebirge im Meer" trägt die Insel mit Recht. Das Wetter ist jetzt recht wechselhaft, wir hatten sogar schon mal die Kuchenbude aufgebaut und die Bordheizung angeschmissen – da haben wir anerkennende Kommentare der einheimischen Segler geerntet! Bei uns hat sich bereits so eine grundlegende Entspannung eingestellt, dass einige Regentropfen kein Grund zum Ärgern darstellen. Ein schwedischer Stegnachbar meinte hierzu, "It is like a Swedish Summer". Und der mediterrane Sommer kommt erst noch.

Morgen geht es weiter nach Maddalena, eine kleine Insel nordöstlich von Sardinien. Wir werden die Ostküste entlangsegeln, einige Ausflüge unternehmen und in etwa zwei Wochen Sizilien ansteuern. Von dort melden wir uns dann wieder.

Auch euch Daheimgebliebenen eine schöne Zeit! 

Grüße von
Ina und Eric

AjaccioMarkt.jpg

Markt in Ajaccio

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Cassis

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Calanque Pot Mio

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Wanderung bei Calanque Pot Mio